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Klugen Umgang mit Passwörtern

Eine gesunde Einstellung zu Passwörtern finden und diese zu verlässlichen Begleiter in der digitalen Welt werden lassen.

Wenn Cyberkriminelle einen Account hacken, können sie viel Unheil anrichten. Doch nicht immer beschränkt sich der Schaden auf einen Online-Dienst. Wie wir uns dagegen schützen können, erfahrt Ihr hier.

Wie kann ich mir sichere Passwörter einfach merken?

Inzwischen gibt es Sensortechnik für sehr viele Anwendungsfälle. Die Palette reicht von „F“ wie Fingerabdruck-Leser, über „G“ wie Gesichtserkenner bis hin zu „I“ wie Iris-Scanner. Damit sollten wir uns im Jahr 2020 vermeintlich auch ohne gemerkte Passwörter „ausweisen“ können, oder? Leider weit gefehlt ;-/

Was glaubst Du sind die Gründe dafür? Möchtest Du Dich dazu austauschen? Dann folge einfach unserer Gruppe auf WhatsApp und teile dort eigene Gedanken dazu.

Um die Frage zu beantworten, stelle ich mir drei Wege vor, über die ich mich als eine bestimmte Person legitimieren kann: Entweder …

  1. … bin ich im Besitz einer Information, die nur ich wissen kann (Bsp. Passwort, welches ich mir selbst ausgedacht habe), oder
  2. … habe ich einen einzigartigen Gegenstand, den nur ich vorlegen kann (Bsp. Zutrittskarte, die über einen Magnetstreifen einen persönlichen Code lesbar macht), oder …
  3. besitze ich eine körperliche Eigenschaft, die in der Natur so nur an mir zu finden ist (Bsp. Fingerabdruck, Form der Iris, Hautstruktur auf der Fingerspitze).

Da eine Zutrittskarte (Pkt. 2) leicht von Dritten genutzt werden kann, können wir diese vermutlich als verhältnismäßig unzuverlässig einstufen, da wir diese auch leicht verlegen könnten. Anderseits ist beim Auslesen von Eigenschaften eines Körperteils (Pkt. 3) immer ein spezieller Sensor nötig. Dieser benötigt seinerseits Strom, müsste vor äußeren Einflüssen geschützt und immer mitgeführt werden. Bleibt also Pkt. 1. Das vielfach unbeliebte Passwort, als vermeintlich einfachste und dennoch zuverlässige Form des Ausweisens meiner Person. 

Im Beitrag oben wird darauf hingewiesen, dass Passwörter für Online-Dienste nicht mehrfach verwendet werden sollten. Warum? Nehmen wir an mein Online-E-Mail-Dienst fällt einem Hacker-Angriff zum Opfer und gibt dabei ungewollt meine Anmeldedaten preis. Damit ist zunächst noch kein finanzieller Schaden entstanden. Dies kann sich jedoch schnell ändern, wenn wir es dem gleichen Hacker ermöglichen die gestohlenen Anmeldedaten beispielsweise bei eBay oder Amazon nutzen zu können. Dort haben wir ggf. Kreditkarten- oder Bankkonto-Informationen hinterlegt, auf die dann zugegriffen werden kann. 

Mein Tipp: Überlegt Euch einen einfachen Satz (gern auch eine Frage). Dieser sollte aus mind. 8 Worten bestehen, eine Zahl beinhalten und ein Satzzeichen besitzen. Idealerweise ist der Name des Dienstes auch im Satz eingebaut. Unter Beachtung von Groß- und Kleinschreibung sagen wir uns dann zum Eingeben des Passwortes einen Satz in Gedanken auf und geben dabei den ersten Buchstaben jedes Wortes (im Beispiel unten unterstrichen dargestellt) über die Tastatur ein. Dabei die Zahl, das Satzzeichen und die eigenen Initialien als Großbuchstaben bitte nicht vergessen. (Ohne die individuellen Initialien könnten viele auf das gleiche Passwort kommen). Das Ergebnis könnte dann wie folgt aussehen: 

  • Aus dem Satz: 1 mal pro Woche findet Max Mustermann Wissensschätze bei bleib-jung.
  • Entsteht das sichere Passwort: 1mpWfMMWbb.

Das Beste daran, wir müssen uns nicht das Passwort, sondern den Satz als Eselsbrücke merken. Das kann unser Gehirn ohnehin besser. Und es kommt noch besser. Wir brauchen bei anderen Diensten nur ein Wort austauschen und haben damit nie mehrfach das gleiche Passwort verwendet. Seit dem Entdecken dieses Kniff, habe ich mein Passwort nie wieder vergessen 😉

Welche anderen Alternativen für sichere Passwörter gibt es?

Auf meine Empfehlung hat Hanka von der bleib-jung Redaktion noch ein schönes Video vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) herausgesucht. Darin erhalten wir weitere nützliche Tipps zu diesem Thema von den Experten. Mir gefallen die darin verwendeten Analogien zum realen Leben am besten. Damit werden Zusammenhänge sehr anschaulich und einfach verständlich erklärt.

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Quelle: Chip, 10. Februar 2020 > Weiter zum vollständigen Beitrag

Kette zwei Schlössern
Bildnachweis: Georg Bommeli (Unsplash)
Dieter C.

Dieter C.

Aktives Mitglied der MEDIENPROFIS Gruppe seit Mai 2020

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