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Nutzung von Videostreaming Diensten

Die Videothek auf der Internet-Steckdose. Filme und Serien von diesen Anbietern leihen, kaufen oder im monatlichen Abo genießen.

Egal ob über AppleTV+, Disney+ oder Netflix. „Streamen“ (zu Deutsch „Strömung“) ist die neue Form Filme und Serien zu konsumieren. Dieses Angebot wird über kostenpflichtige Dienste im Internet bereitgestellt.

Welcher Streaming-Dienst passt für uns?

Kaum eine Branche hat von den Ausgangsbeschränkungen mehr profitiert als die der Streaming-Dienste im Internet. Mehr als die Hälfte aller Deutschen nutzt inzwischen einen solchen Dienst. Doch was genau ist unter diesem Dienst zu verstehen und worin unterscheiden Sie die verschiedenen Angebote? Der Beantwortung dieser Fragen, basierend auf unseren Bedürfnissen, wollen wir diesen Beitrag widmen.


Starten wir mal mit einer einfachen Erklärung des Ablaufs vom „Streamen“: Filme/Videos/Serien werden dem Kunden (Abonnent) gegen eine monatliche Gebühr von sechs bis zehn Euro über das Internet zur Verfügung gestellt. Der Abonnent kann alle, beim Anbieter verfügbaren, Videoinhalte jederzeit und sofort abrufen, ohne auf die TV-Ausstrahlung eines Films oder einer Serie warten zu müssen. Ich stelle mir das immer wie eine große Videothek vor, in der wir sämtliche Videos, jederzeit aus dem Regal nehmen und zu einem Festpreis sofort ansehen können.


Welche Anbieter gibt es und worin unterscheiden sich deren Angebote? Die Stiftung Warentest hat eine Bestandsaufnahme gemacht und dabei festgestellt, dass jeder einzelne Anbieter von 200 besonders populären Film- oder Serien-Titeln höchstens ein Viertel im Angebot hat. Bei aktuellen Kinofilmen ist die Abdeckung leider noch niedriger. Der Grund hierfür ist – meiner Ansicht nach – in notwendigen Verhandlungen, über Nutzungsrechte zwischen Produzent und Streaming-Dienst-Anbieter, zu suchen. Ähnlich der Vergabe von Senderechten bei der Fussball-Bundesliga.


Hier findet Ihr einmal eine Liste der wichtigsten Videostreaming-Anbieter und deren Angebote. Wie gewohnt, auch diesmal mit einer persönlichen Einschätzung von mir ;-):

  1. Die Kombinierer. Amazon (Prime Video), Apple (TV) und Joyn (Joyn Plus+ ehem. Maxdome) bieten ihren Kunden sowohl ein monatliches Abo, als auch das Anschauen einzelner Titel nach Wunsch zur Miete, nebeneinander an. Der gemietete Inhalt kann innerhalb von 48 Stunden (auch mit Unterbrechungen oder mehrfach) angesehen werden. Speziell für diejenigen unter uns, die nur ab und zu einen Film ansehen, eine sehr flexible und günstige Option (Die Kosten hierfür liegen bei zwei bis fünf Euro pro Titel).
  2. Die Alternativen. Google (Google Play Filme & Serien) und die Deutsche Telekom (Videoload) bieten kein Abo bzw. Streaming-Modell. Ähnlich der uns bekannten Videothek, können hier Filme und Serien ausschließlich gemietet oder gekauft werden. Wer mehr als 2-3 Filme pro Monat ansehen möchte, greift bei Anbietern in dieser Gruppe tiefer in die Tasche.
  3. Die Streaming-Marktführer. Netflix und Sky bieten alle Inhalte per Abo zum monatlichen Festpreis an. Beide haben Eigen-Produktionen im Angebot. Sky ist stark auf Sportangebote, wie die Fußball Bundesliga ausgerichtet. Netflix bietet einiges an Serien, die oft mit hochkarätigen Schauspielern besetzt sind.  
  4. Die Neulinge. Apples (TV+) und Disney (Disney+) sind zum Ende letzten bzw. im Frühjahr diesen Jahres hinzugekommen. Apple erweitert damit sein Leih- und Kaufangebot (Apple TV) um ein Streaming-Abo mit hauptsächlich eigenen Produktionen. Disney hingegen verfügt über einen immensen Filmschatz. Dieser ist nun für sehr günstige sieben Euro pro Monat für Abo-Kunden zugänglich. Vergleichbare Angebote bei Netflix haben den doppelten Preis.
  5. Nicht zu vergessen sind die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Fernsehsender (ARD, ZDF) und deren Spartensendern (ONE, ZDF neo, 3sat, etc.) dies stehen jederzeit kostenfrei (wenn man die GEZ Gebühren nicht berücksichtigt) im Internet zur Verfügung.

Resümee: Es gibt leider nicht den einen passenden Anbieter für uns. Wer gerne Serien anschaut, ist bei einem der Marktführer gut aufgehoben. Diese sind dort im Abo viel günstiger als beim Einzelkauf. Die gute Nachricht; mit Ausnahme von Amazons Prime binden wir uns bei keinem Anbieter für eine längere Zeit und können monatlich kündigen. Das lädt zum Ausprobieren ein. 


Apropos Ausprobieren. Telekom-Kunden können drei Monate lang das Streaming-Angebot Disney+ kostenlos testen. Dafür ist ein bestehender Mobilfunk- oder Festnetz-Vertrag nötig. Weitere Details sind im vollständigen Beitrag zu finden (Link siehe unten).


Du hast bereits Erfahrungen mit Streaming-Diensten gemacht? Dann folge doch unserer Gruppe auf WhatsApp und teile dort eigene Gedanken dazu.

Welche Voraussetzungen sind mit dem Empfang von Video-Streaming-Angeboten verbunden? 

Grundsätzlich sind eine Internetverbindung und ein Empfangsgerät (wie früher der Videorekorder) nötig. Daheim kann der PC oder Mac bzw. ein Laptop oder Tablet PC als Empfangsgerät verwendet werden. Zusätzlich benötigen wir eine „normale Internetverbindung“ mit mindestens 16 oder 25 MBit/s. Ist der bestehende Fernseher ebenfalls internetfähig (dieser wird dann häufig als „SmartTV“ oder „Schlauer Fernseher“ bezeichnet) kann auch dieser genutzt werden. Hat der Fernseher keinen Internetanschluss, können anbieterspezifische Empfangsgeräte am Fernseher angeschlossen werden. Der Preis für diese Empfangsgeräte reicht von 40 Euro (Amazon) bis 200 Euro (Apple).


Mein Tipp: Wer seinem älteren Fernsehgerät ein Empfangsgerät vorschaltet, kann auch Inhalte der öffentlich-Rechtlichen Sender, wie ARD, ZDF und den Dritten Programmen darüber empfangen.


PS: Wenn Euch der Beitrag geholfen hat, dann vergebt gern ein Herzchen. Erhält der Beitrag viele Herzchen von der Gruppe, dann erweitern wir die Themenreihe und sehen uns anschließend mal das Thema Musik-Streaming genauer an. Was meinst Du?

Quelle: PCWelt, 4. Mai 2020 > Weiter zum vollständigen Beitrag

Disney Werbung am Times-Square in New York bei Nacht - bleib-jung
Bildnachweis: Denys Nevozhai (Unsplash)
Monika W.

Monika W.

Aktives Mitglied der MEDIENPROFIS Gruppe seit Juni 2020
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