ich bleib-jung durch...​

Steigerung persönlicher Achtsamkeit

Größere Ausgeglichenheit und mehr Verständnis für unser Lebensumfeld lassen uns zum besseren Menschen werden.

Meditation liegt im Trend. Viele Menschen hoffen durch diese Praxis auf Erkenntnisse bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Meditation ein Schlüssel zu einer besseren Welt oder eher Wellness fürs Ich?

Sind Freundlichkeit und Wohlergehen erlernbar? 

Mich hat dieser Podcast sehr fasziniert, da hierbei Wissenschaftler weniger die Heilung von Krankheiten (z.B. Aufmerksamkeitsstörungen) in den Mittelpunkt stellen, sondern die Verbesserung des persönlichen Wohlergehens und die Freundlichkeit in den Fokus nehmen. Nachdem dies auch den Umgang mit unseren Mitmenschen tangiert, hat der Beitrag für mich auch eine gesellschaftliche Relevanz.

Bevor ich meine wichtigsten Erkenntnisse teile, möchte ich zunächst den Begriff „Achtsamkeit“ in eigene Worte kleiden. Für mich bedeutet achtsam sein, die Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment zu bringen. Laut dem Beitrag begegnen sich dabei der „Gegenwartsfokus und die innere Bereitschaft für Freundlichkeit und Offenheit“.

  1. Achtsamkeitsmeditation ist eine säkulare Form von Yoga, die ohne Rituale oder Glaubenssätze auskommt. Stattdessen steht hierbei die Gesundheit, also das Gleichgewicht zwischen dem körperlichen und geistig-seelischen Wohlbefinden im Mittelpunkt.
  2. Positives Denken gilt bei dieser Form der Meditation als Schlüssel zu mehr Freundlichkeit und Mitgefühl.
  3. Verändert Gehirnfunktion. Wissenschaftler haben aktivere Hirnströme bei Buddhisten mit jahrelanger Meditationserfahrung im Bereich der Amygdala und pro-frontalem Coretext nachgewiesen. Diese bestimmen wie Menschen Ihre Emotionen regulieren. Eine weniger aktive Amygdala bedeutet, dass wir weniger Angst haben.

Mein Tipp: In diesem Beitrag zum Thema „Gedächtnistraining“ werden die gleichen Gehirnfunktionen im Zusammenhang mit Jonglier-Übungen beleuchtet. Wer also ähnliche Effekte eher über koordinativen Übungen mit Bällen erreichen möchte, dem empfehle ich unbedingt diesen Beitrag zu lesen. Hinzu kommt, dass hiermit – speziell in der Gruppe – jede Menge Spaß verbunden ist. > Mehr zu Gedächtnistraining mit Bällen lesen

  1. Der Trick besteht darin, die persönliche Wahrnehmung zu ändern. Die Gedanken des Gehirns werden dabei eher „als Angebot wahrgenommen, ohne diese unbedingt anzunehmen oder darauf einzusteigen.“ Aus meiner Sicht wird damit eine höhere innere Gelassenheit erreicht. Am Beispiel eines herunterfallenden Jonglier-Balles lässt sich diese veränderte Wahrnehmung gut verdeutlichen. Anstatt Angst davor zu empfinden, stellen wir uns vor, den Ball wieder aufzuheben und einfach die Übung fortzusetzen.   
  2. Wir wollen alle glücklich und frei von Leid sein. In diesem Beispiel unterstellen wir, dass es keine schlechten Menschen gibt. Stattdessen stellen wir uns vor, dass es in deren Leben einmal schlechte Zeiten gab und formulieren den Wunsch, dass dieser Mensch frei sein soll von „seinem Schmerz“.

  1. Pro-soziales Verhalten ist uns angeboren. Diese Erkenntnis fand ich besonders interessant. Wissenschaftler haben dies in Studien mit Babys und Jugendlichen herausgefunden und leiten daraus ab; Wohlergehen und Freundlichkeit können wir (auch später wieder) erlernen.

 

Resümee: Aus meiner Sicht verfolgt die Achtsamkeitsmeditation gleich zwei Ziele. Persönlich können wir dadurch ausgeglichener werden. Für unser Lebensumfeld werden wir zusätzlich verständnisvoller und damit umgänglicher. Wenn wir den Blick noch etwas weiter öffnen, kann jeder mit etwas mehr Achtsamkeit einen Beitrag für mehr Toleranz und Wohlergeben leisten. 


Mich würde interessieren, wie Ihr „unliebsame“ Mitmenschen betrachtet bzw. welchen Weg Ihr in Sachen Toleranz gefunden habt. Folge unserer Gruppe auf WhatsApp und teile uns dort Deine Gedanken mit.

Nützliche Helfer für’s Meditieren?

Mit hat interessiert, wie die Kollegen*innen von bleib-jung Entspannung bzw. Ausgleich neben der Redaktionsarbeit finden. Hanka hat sich im Team einmal für uns umgehört und festgestellt; einige gehen zum Sport, andere lesen Bücher oder kochen etwas Leckers. Auch die Meditation gehört für zwei vom Team zum Ausgleichsprogramm dazu. In modernen Zeiten sind dafür unterstützende Apps im Einsatz. Jan hat uns hier eine gute Auswahl zusammengestellt. ► Apps (Klick mich, um nützliche Helfer anzuzeigen). Übrigens, sein Favorit ist auch dabei ;-).

PS: Wenn Dir der Beitrag gefallen hat, der gibt ihm gern ein Herzchen. Erhält der Beitrag genügend Herzchen von der Gruppe, dann erweitern wir gern diese Themenreihe. 

No posts found!

Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), 5. März 2020 > Weiter zum vollständigen Beitrag

Pyramide aus runden Steinen am Strand
Bildnachweis: Unsplash / Colton Sturgeon
Erika P.

Erika P.

Aktives Mitglied der GESUND & VITAL Gruppe seit März 2020

0

wertschätzen

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email

teilen