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Psychische Fitness

Vier Dinge helfen eine „dicke Haut“ aufzubauen, um auch weniger glückliche Lebensphasen zu meistern.

Dieser Beitrag passt wunderbar in unsere aktuelle Themenreihe rund um geistige Fitness. Zuvor haben wir uns mit Steigerung von Achtsamkeit beschäftigt und damit bereits eine besondere Lebenssituation beleuchtet; den Umgang mit unliebsamen Zeitgenossen. Diesmal möchte ich Euch einen Beitrag des Bayerischen Rundfunks empfehlen, der uns zeigt, wie wir psychische Widerstandskraft stärken und damit Herausforderungen in schwierigen Lebensphasen besser meistern.

Wie viel Stärke ist uns vorgegeben, was davon können wir selbst beeinflussen.

Bevor wir auf die wichtigen Erkenntnisse aus dem Beitrag eingehen, möchte ich Euch kurz mein Verständnis zu psychischer Widerstandskraft mitgeben. Darunter verstehe ich die Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen, indem wir uns persönliche, aber auch sozial-vermittelter Quellen bedienen. Die dadurch entstehende Lösung geht häufig mit einer persönlichen Weiterentwicklung einher.

Wie Ihr in der Überschrift unschwer erkennen könnt, haben mich die Einflussmöglichkeiten interessiert, mit denen wir unsere eigene Widerstandsfähigkeit verändern können. Hier die wichtigen Erkenntnisse und meine persönliche Einschätzung.

  1. Mediterrane Diät. Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Fisch und Vollkornprodukten verringert die Menge an Stresshormonen (Cortisol) in unserem Körper. Ebenfalls begünstigend wirken körperliche Bewegung und ausreichend Schlaf. Wird dann durch eine Herausforderung das Stress-Niveau erhöht, haben wir eine günstigere Ausgangsposition und mehr Puffer, bis wir ein unsere Widerstandsgrenze stoßen.
  2. Partnerschaft, Familie. Freundeskreis. Die Pflege persönlicher Beziehungen stellt die wichtigste Säule beim Aufbau der Widerstandskraft dar. Hierbei kommt es auch auf Gegenseitigkeit an. Wir wollen selbst auch ein verlässlicher Partner für andere sein. Allein das Gefühl und die Gewissheit in schwierigen Zeiten auf jemanden zugehen zu können (auch wenn wir es nicht unbedingt brauchen), ist für unsere empfundene Widerstandskraft entscheidend.
  3. Realistische Erwartungshaltung. Früher oder später stehen wir alle vor der Herausforderung, von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen oder festzustellen, dass wir ein wichtiges Lebensziel nicht erreichen werden. Bei deren gedanklichen Verarbeitung können wir uns realistische Fragen stellen und damit unsere eigene Erwartungshaltung entsprechend anpassen.

Mein Tipp: Mir helfen hierbei folgende Fragen einen Perspektivwechsel vorzunehmen: Entspricht dieses Ereignis dem realen Leben, oder handelt es sich um eine temporäre Erscheinung? Lag es in meiner Macht das Ereignis zu beeinflussen oder war es dem Zufall geschuldet?

 

Dieser Perspektivwechsel gelingt gemäß Neuropsychologin Rebecca Böhme besonders effektiv durch meditative Übungen. Im eingangs-erwähnten Beitrag über Achtsamkeitsmeditation sehen wir uns beispielsweise an, wie Meditation die Gehirnfunktion verändert und was diese für unser Angstempfinden bedeutet. Auch Yoga- und Meditations-Neulingen (wie mir) kann ich diesen Beitrag unbedingt empfehlen. ► Mehr zu Achtsamkeitsmeditation erfahren

  1. Reflektieren und handeln. Ich gebe zu es klingt abgedroschen, aber jede Herausforderung birgt tatsächlich eine neue Chance. Die Chance besteht vielfach darin aus der Situation etwas zu lernen und an der Herausforderung somit zu wachsen. Um auf kommende Herausforderungen besser vorbereitet zu sein, stelle ich mit regelmäßig einer herausfordernde Aufgabe, bei der ich die sogenannte Komfortzone verlassen muss und damit persönliche Handlungsfähigkeit unter Beweis stelle (…ist gut fürs Selbstbewusstsein ;-).

Resümee: Auch wenn wir nicht mit einer „dicken Haut“ auf die Welt kommen, können uns diese vier Dinge helfen, eine solche aufzubauen. Mein Erfolgsrezept: Grundsätzlich positiv denken und realistisch bleiben, denn nichts ist für die Ewigkeit. Jede glückliche Lebensphase wird von einer weniger schönen Zeit abgelöst und umgekehrt. 


Mich würde interessieren, wie Du mit Herausforderungen umgehst bzw. was für Dich funktioniert, um daran als Mensch zu wachsen. Folge unserer Gruppe auf WhatsApp und teile uns dort Deine Gedanken mit.

Psychische Stabilität in Krisenzeiten bewahren

Abschließend möchte ich noch einen gedanklichen Bezug herstellen zwischen dem Konsum von Nachrichten aus der Medienwelt und unser Angstempfinden. Hierzu hat uns Hanka von der bleib-jung Redaktion ein sehr aufschlussreiches Erklärvideo herausgesucht. Darin gibt der „Glücksdetektiv“ wertvolle Tipps wie zum Beispiel Medien sparsam zu konsumieren, dabei bewusste Entscheidungen zu treffen bzw. auf eigene Bewertung der Fakten zu achten. Für mich war spannend, wie genau letzteres bei Nachrichten aus dem Internet funktioniert. Schaut Euch das Video gern an, um auch alle anderen Tipps für Euch zu bewerten.


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Erklärvideo

Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), 15. April 2020 > Weiter zum vollständigen Beitrag

Mann und Frau nehmen sich liegend in den Arm - bleib-jung
Bildnachweis:
Erika P.

Erika P.

Aktives Mitglied der GESUND & VITAL Gruppe seit März 2020

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